19.05.2012 von Peter Voßwinkel
Ein bewegliches Haus, das verschoben werden kann, um Teile eines anderen Hauses zu bedecken und aufzudecken ist in der modernen Architektur relativ selten. In Suffolk, England ist dieses ungewöhnliche Haus gelungen.

Die Besonderheit erstaunt um so mehr, wenn solch ein Gebäude in ländlicher englischer Umgebung steht. Das bewegliche Element, ist immerhin 28 Meter lang und wiegt 50 Tonnen, und bewegt sich angetrieben von einfachen Elektromoteren auf Schienen im Boden.

Da es sich bewegt, schafft das gleitende Element veränderliche Räume zwischen den statischen Elementen sowie sich verändernde Ansichten, Lichtverhältnisse und unterschiedliche Einschließungen im Haus.

Der strenge lokale Planungsrahmen für ländliches Bauen wurde von den Architekten akzeptiert. Die Baubehörden fanden den vorgelegten Entwurf (im geschlossenen Zustand) genehmigungsfähig.

Das Projekt wurde entworfen, um sorgfältig ausgearbeitet einige Überraschungen bieten zu lönnen. Machbar ist so etwas nur, wenn der Bauherr die Rafinesse der Architekten nachvollzieht und bereit ist den Wert des Enwurfs… weiter lesen
09.04.2012 von Peter Voßwinkel
Sowjetische Kunst und Architektur 1915-1935. Mit Fotografien von Richard Pare.

Etwas heruntergekommen sind sie schon die Bauten der Revolution, wie dieser Einblick in das Zimmer einer Gemeinschaftswohnanlage zeigt.

Die Ausstellung „Baumeister der Revolution“ lenkt den Blick auf einen Bereich der sowjetischen Avantgarde, der in Europa und darüber hinaus relativ unbekannt geblieben ist: die Architektur. Auch in Russland und den anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion sind die Namen der meisten Architekten weitestgehend vergessen. Ihre Bauten sind nicht in dem Maße Teil des kulturellen Gedächtnisses geworden, wie es das „Neue Bauen“ im Westen ist.

Die Ausstellung stellt dieses beeindruckende Kapitel der Avantgarde auf ungewöhnliche Weise vor, indem sie drei inhaltliche Ebenen miteinander verschränkt. Ausgewählte Werke der frühen Avantgarde, u.a. von El Lissitzky, Gustav Kluzis, Ljubow Popowa, Alexander Rodtschenko oder Wladimir Tatlin zeigen die intensive Beschäftigung der Künstler seit 1915 mit Fragen von Form, Raum und Materialität.

Nach der Revolution engagierten… weiter lesen
04.03.2012 von Peter Voßwinkel

Graffiti an Moskauer Hauswand 4.3.2012.
02.03.2012 von Peter Voßwinkel
Der Eurovisionsliedstreit findet jedes Jahr statt, was bedeutet, dass dieses Gebäude in der bemerkenswerten Kristallform auf die Halbinsel in der Nähe vom Stadtzentrum, direkt im Kaspischen Meer und in der direkten Umgebung von einem der höchsten Fahnenmasten in der Welt, entworfen und innerhalb einer Periode von gerade acht Monaten gebaut werden muss. Das Gebäude ist nicht ein Konzertsaal im klassischen Sinn, sondern eine mehrfunktionelle Arena, die längerfristig genutzt werden soll. Normalerweise werden solche Ereignis-Treffpunkte vergleichbarer Größe, wie ein Fußballstadion, in 4 bis 5 Jahren vom Entwurf über den Bau bis zur Einrichtung gebaut.

Statt des üblichen Stahlbeton-Aufbaus ist das Gebäude als eine reine Stahlstruktur entworfen worden, die aus drei unabhängigen Teilen, d. h. der Membranenfassade, das Modulstadion selbst und das Innendach besteht. Um im Stande zu sein, ein Gebäude der Größe eines Fußballstadions in gerade ein paar Monaten aufzustellen, entstehen Design und Bau parallel. Ein wichtiges Werkzeug in diesem… weiter lesen
24.02.2012 von Peter Voßwinkel
Es sieht aus wie ein riesiges Vogelnest, aber diese Stock-bedeckte Kuppel ist wirklich eine Reit-Arena in Tschechien.

Entworfen vom Prager Studio SGL Projekt liegt die Storchennest-Farm auf einem ehemaligen Gehöft mit Brennerei, das jetzt Hotel, Konferenzen und Freizeit-Möglichkeiten bietet.

Die Storchennest-Farm hat dadurch begeistert und wurde nach Störchen benannt, die im Dach der Brennerei wohnten, nachdem das Gehöft lange nicht genutzt wurde.

Eine acht Meter breite Dachluke an der Spitze des Daches wirft natürliches Tageslicht ins Zentrum des Fachwerkgebäudes herab.

Seit 1926 haben dort Störche auf dem Schornstein gelebt.


Die Farm liegt 50 km südlich von Prag, inmitten einer Umgebungslandschaft mit großen Waldkomplexen, riesengroßen Wiesen, Feuchtgebieten und einem großen Netz von Teichen.

Die Entwerfer waren von der Treue der Störche fasziniert. Storchengenerationen von fast 90 Jahren kehren aus Afrika zur Farm zurück, und sie versuchten, die Farm zu entwerfen, um Leute wieder dorthin zurückzubringen.

03.01.2012 von Peter Voßwinkel
Der Blick aus dem Dortmunder Hauptbahnhof fällt derzeit auf ein großformatiges Projektplakat: DFB

Ab 2014 ist die Dortmunder Museumsmeile um eine Attraktion reicher.

Die Stiftung DFB-Fußballmuseum hat jetzt den Auftrag für die Bauwerksplanung des nationalen Fußballmuseums an HPP Architekten aus Düsseldorf vergeben.

Nach außen wird das Fußballthema über eine perforierte Metallfassade mit sechseckigen Feldern kommuniziert.

Der Gebäudeentwurf: Transparent, funktional, dynamisch – diese Attribute kennzeichnen den Neubau des DFB-Fußballmuseums, der von HPP Architekten Hentrich-Petschnigg & Partner aus Düsseldorf geplant und realisiert wird. In seiner architektonischen Gestalt soll das Museum für den deutschen Fußball zu einem herausragenden gesellschaftlichen Anziehungsort werden.

Ein übergroßer Flachbildschirm für verschiedenste Projektionen an der Stirnseite des Museums trägt den multimedialen Charakter des Hauses nach außen.
Schon der großzügige Museumsvorplatz wird zur imposanten Bühne und kündigt Großes an. Vielfältige Einblicke von außen in das Gebäude wecken bei Tag und Nacht die Neugierde auf ein… weiter lesen